About a Queen

Zuallerest: Ich bin keine Königin. Nie gewesen. Nicht mal majestätisch bin ich. Auch nicht edel, hoheitsvoll oder erhaben. Ich bin fehlerhaft und unzulänglich. Mag keine Entscheidungen treffen. Bin wankelmütig. Kein Hofstaat folgt mir. Und das ist sicherlich besser so. Wäre ich tatsächlich eine Königin, so würde ich mich in Skandale verwickeln oder wäre auf dem Schafott gelandet.

Warum also Trackqueen? Nun, vielleicht weil es immer einen Weg für mich gab. Weil ich oft Glück hatte und zurück fand. Weil ich schon verzweifelt am Rande der inneren und äußeren Weltkarte saß und auf ein Wunder hoffte. Das kam zwar nie, aber dafür tat sich ein neuer Pfad auf. Nicht immer der schönste oder wirtlichste, aber es war immerhin ein Weg. Manchmal eine Straße, manchmal ein Klettersteig, manchmal ein Drahtseil und manchmal ein Boulevard.

Ich weiß nicht, ob das immer so sein wird. Ich fürchte mich vor dem Tag, an dem ich keinen Ausweg mehr finden werde. Ob irgendwo auf der Welt, ob in mir, ob am Lebensende. Aber bis dahin bleibe ich eine Trackqueen. So habe ich es entschieden. Und Wegekönigin oder Wegekönig kann jeder sein. Und die meisten sind es vielleicht auch schon. Draußen. Drinnen. Irgendwie. Irgendwo.

 

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