Meine Siebensachen

Was in keinem Koffer fehlen darf!

Achtung: Das ist KEINE klassische Packliste.

Packlisten gibt es viele. Klar, man braucht Kleidung, Kosmetikartikel, Technik und noch ein paar Kleinigkeiten mehr. Dieser Post aber handelt von meinen essentiellen Siebensachen. Ohne die läuft wenig.

1. Das Buch

Ich habe es mir angewöhnt, auf Reisen hauptsächlich Bücher zu lesen, die thematisch mit dem Land zusammenhängen. So tauche ich tiefer in die Gedanken und Gefühle einer Kultur ein. Es macht für mich wenig Sinn, in Afrika einen skandinavischen Krimi zu lesen. Mein Herz und mein Hirn sollen sich auf allen Ebenen mit dem bereisten Land verbinden.
Fest steht, ich muss lesen. Sonst fühle ich mich unvollkommen, amputiert. Ich lese viel und ich lese alles parallel. Deswegen kommt für mich auf Reisen nur ein E-Book-Reader infrage. Zwar liebe ich den Geruch frisch gedruckter Buchstaben und das Rascheln der Seiten, aber das Gewicht ist ein zu hoher Preis. Auf meinem Reader befinden sich hunderte Bücher. Langweilig wird es auch auf einer Weltreise nicht. Ein Nachtlicht ist überflüssig.
Ich bevorzuge da ganz klar den Kindle Paperwhite. Mir sind die Einwände und die Skepsis gegenüber Amazon durchaus bewusst. Doch der Kindle bleibt einfach der beste E-Book-Reader derzeit auf dem Markt. Zuhause nehme ich aber lieber wieder ein richtiges Buch zur Hand. Gekauft im kleinen Buchladen ums Eck. Wie zum Beispiel hier. In meiner Lieblingsbuchhandlung. Buch-Café Peter & Paula in Ratingen.

2. Musik

Wer auf einer langen Busfahrt ohne Musik auskommt, sei von mir beneidet. Ich bleibe ein Ohrsteckermädchen. Stöpsel rein, aus dem Fenster schauen und die Eindrücke einsaugen.
Dafür nutze ich mein Smartphone. Das hat sowieso jeder dabei. Das muss ich nicht extra auflisten. Im Hotel mit Wifi höre ich oft Radio. Das vertreibt manchmal das Heimweh. Als Radio App eignet sich TuneIn wunderbar. Alle Erdteile sind vertreten. Die ganze Welt in meinem Zimmer. Und da es keine Mittelwelle mehr gibt und immer mehr Radiosender nur noch über Internet zu hören sind, lohnt sich ein Weltempfänger bald leider nicht mehr. Deshalb diese App für Android und Apple.
Und als externen Lautsprecher, der über Bluetooth mit meinem Handy verbunden ist, nutze ich den Easy Acc. Der Sound ist gut, der Akku hält lange und auch unterwegs am Strand oder beim Picknick liegt Musik in der Luft.

3. Notizblock

Klar, es gibt den Laptop. Aber ich bin altmodisch. Ein Notizblock ist schneller aus der Tasche gekramt und die Gedanken sind sicher bewahrt. Am besten nutzt du ein A5 Ringbuch. Das sieht zwar nicht so edel aus, wie ein in Leder eingebundenes Tagebuch, aber du kannst auch mal eine Seite rausreißen, wenn dir jemand seine Kontaktdaten aufschreibt oder du eine Einkaufsliste verfassen musst. Und es ist leichter als ein richtiges Notizbuch mit Einband.
In meinem Block stehen auch wichtige Telefonnummern und Adressen. Immer auf den letzten Seiten. Muss ja nicht jeder sofort sehen. Die Daten habe ich mir zwar auch online abgespeichert, aber nicht überall kann man seine Mails checken.
In den Block schreibe ich meine Gefühle und Erlebnisse nieder. Daheim füge ich alles zusammen und aus losen Worten entsteht ein farbiges Bild.

4. Stift

Ein Block macht wenig Sinn ohne Stift. Ein guter, nicht ganz so billiger Kugelschreiber reicht da völlig. Bleistifte muss man spitzen und sind nicht immer gut lesbar. Tipp: Kugelschreiber mit Kappe sind nix. Die Kappe wirst du garantiert verlegen und ständig suchen.

5. Sarong

Das beste Accessoire überhaupt. Ob als Schal, Kopftuch, Strandtuch, Kleid, Decke oder als klassisches Handtuch. Vielseitig einsetzbar. Ich nehme gar kein Handtuch mehr mit. Ob Microfaser, Traveltowel oder sonstiges. Alles ausprobiert. Kommt mir nicht mehr in den Koffer. Nur ein oder höchstens zwei Sarongs. In der Sonne trocknen die schnell und es gibt sie in vielen schönen Farben.

6. LED Stumpenkerze

Das ist mir etwas peinlich und es ist verdammt kitschig. Aber ich mag Kerzen. In Hotels gefällt mir abends oft das Licht nicht. Auch wenn ich nur eine Nacht bleibe, so will ich es doch so heimelig wie möglich. Neon-Deckenlampen-Verbrechen sind schwer erträglich. Früher habe ich echte Kerzen mitgeschleppt, aber ich hatte ständig Angst einzuschlafen. Und das Wachs kann so manches Nachttischchen ruinieren. Deshalb bin ich auf LED Kerzen umgestiegen. Da gibt es deutliche Unterschiede. Ich mag es real. LED-Teelichter sind zu schwach, man sucht sie in der Tasche und findet sie doch nicht. Eine Stumpenkerze reicht da vollkommen. Sogar mit Timer. Ab damit auf den Nachttisch und alles ist Kitsch. Ist sogar leichter als eine echte Kerze und sieht hübscher aus als man denkt. Bin eben doch eine wahrhaftige Romantikerin.

7. Parfum

Ein kleiner Geheimtipp meinerseits. Gegen das Fernweh und die Schwermut daheim.
Nimm auf deine nächste Reise ein Parfum mit, das du magst. Wichtig: Es sollte bisher unbenutzt sein. Also keins, das du schon in deiner Heimat aufgetragen hast.
Auf einer Reise benutzt du es schließlich. Und nur das. Dann passiert nämlich folgendes: Dein Gehirn verbindet diesen Duft mit dieser Reise. Irgend so ein Synapsen-Ding.
Wenn du dann später daheim an ebendiesen Parfum schnüffelst, wirst du wie mit einer Zeitmaschine zurück katapultiert und alle Erinnerungen sind lebendig wie im Augenblick des Erlebens.

Das Phänomen kennst du bestimmt. Plötzlich riechst du irgendwo den Duft einer verflossenen Liebe und schon hast du Schmetterlinge im Bauch. Oder erinnere dich an den frischen Kuchen deiner Oma. Wenn du an einem völlig anderen Ort diesen Geruch unverhofft wahrnimmst, wirst du sofort in deine Kindheit zurückversetzt.
So läuft das auch auf Reisen. Nichts macht Erinnerungen lebendiger als Gerüche.

Also happy Schnupper!

Das sind meine Siebensachen. Zusammen genommen wiegen sie nur wenige Gramm, aber sie bereichern mich auf jeder Reise zutiefst.

 

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Die Siebensachen